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Die Loreley —Inbegriff des 'romantischen' Rheins

Im Laufe der Jahrmillionen hat der Rhein sein Bett tief in das Schiefergebirge eingegraben, um diese Barriere auf dem Weg zur Nordsee durchqueren zu können. Bedingt durch die sehr harten Felsen des Gebirges, die dem Wasser an vielen Stellen schier unüberwindbaren Widerstand entgegengesetzt haben, ist natürlich kein "gerader" Flusslauf entstanden. Der Rhein war vielmehr gezwungen, jede Schwäche der Felsen auszunutzen, um sich schlussendlich in engen Windungen einen Weg zu bahnen. Kurz hinter Oberwesel wird es besonders eng für den Fluss. Dann wird er auf die Hälfte seiner "normalen" Breite zusammengezwängt, mit dem Resultat, dass sein Wasser nun schneller strömen muss, damit alles hindurch mag. Erschwerend kommt hinzu, dass die Härte des Gebirgsstockes dem Fluss hier eine S-Kurve aufzwingt. Und genau in der zweiten, gegenläufigen Kurve des "S" liegt der Loreleyfelsen, der so manchem Schiffer zum Verhängnis wurde. Und das nicht etwa wegen der hier ausgesprochen schwierigen Schifffahrtsverhältnisse, wie die Legende zu berichten weiß, sondern weil eine wunderschöne junge Frau dort ihr langes blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmte und ihr lieblicher Gesang die Schiffer so sehr betörte, dass ihre Schiffe an den Felsen zerschellten.

Kein Wunder also, dass bei einer solchen Geschichte die Loreley im 19. Jahrhundert —zusammen mit den Burgruinen und den mittelalterlichen Städtchen am Mittelrhein— zum Inbegriff des "romantischen" Rheins gedieh. In der Folge wurde das von Heinrich Heine stammende Gedicht von der schönen Jungfrau Loreley nach der passenden Vertonung durch Friedrich Silcher gar zum Volkslied. Auch heute kommen jedes Jahr Tausende von Besuchern aus aller Welt hierher, um das Einmalige der Landschaft (Weltkulturerbe der Unesco) kennen zu lernen —vorzugsweise auf einer "romantischen" Schiffsreise.

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