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Soonwald —Flora und Fauna

Der Soonwald ist Teil des Hunsrücks und eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Wegen seiner Höhenlage (400-600m; der höchste Gipfel ist der Ellerspring mit 657m), seiner geringen Siedlungsdichte und seiner Distanz zu den großen Verkehrsströmen unserer Zeit, ist er ein ideales Erholungsgebiet für ruhesuchende Menschen. Mit über 800 km Wanderwegen sind die Waldgebiete gut erschlossen und Aussichtstürme an den schönsten Plätzen gewähren spektakuläre Rundblicke. Stundenlang kann man hier wandern, ohne auf andere Menschen zu treffen. Aber die Spuren von zweitausend Jahren Menschheitsgeschichte sind überall präsent.


Flora

Weit verbreitet sind Bergwiesen, insbesondere Glatthafer-, Goldhafer- und Borstgraswiesen. Diese Magerwiesen sind Rückzugsareale für seltene Pflanzenarten geworden, wie zum Beispiel Arnika, Kreuzblume, Waldhyazinthe, Mondraute, Storchenschnabel und Frauenmantel. Vielerorts haben sich Feuchtwiesen mit zahlreichen Orchideen und Knabenkrautarten erhalten. Aber auch Fieberklee, Sumpf-Blutauge und Wald-Läusekraut sind heimisch. In einigen der sumpfigen Wiesen und kleinen Moorgebiete ("Brücher") gedeihen der Rundblättrige Sonnentau, der Sumpf-Bärlapp und der ausgesprochen seltene Königsfarn. Praktisch alle heute im Hunsrück heimischen Nadelbaumarten, die man allgemein als Hunsrück-typisch ansieht, wurden in Tat und Wahrheit erst in den letzten Jahrhunderten durch die Forstwirtschaft eingeführt. Urwüchsige Nadelbäume sind einzig die Eibe sowie der Wacholder, ein lichtbedürftiger , sonst aber anspruchsloser Strauch, der auf den steinigen und humusarmen Felshängen des Nahetals und des Hunsrücks gut gedeiht. Dort bilden die oft recht verkrüppelten, in vielen Arten vorkommenden Sträucher kleinflächige, landschaftlich sehr reizvolle Wacholderheiden.


Fauna

Wildschweine

Die dichten und ausgedehnten Wälder des Hunsrücks bieten dem heimischen Wild einen hervorragenden Schutz. Damwild, Rehwild, Wildschweine, Hasen und Füchse, aber auch Wildschafe und Wildkatzen sind hier zu Hause. Ein für die Wälder besonders charakteristischer Vogel ist der Schwarzspecht. Waldkauz und Waldohreule sind weit verbreitet, Schleiereule und Steinkauz dagegen eher selten anzutreffen. An steilen Bachufern kann man bisweilen mit etwas Glück die seltenen Eisvögel antreffen.

 

Wanderführer: Wolfgang Bartels, Hunsrück; DuMont Buchverlag, 1996 und Norbert Forsch, Hunsrück; Deutscher Wanderverlag, 2000
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