logo Kulturlandschaft
Nahetal  |  Soonwald  |  Idarwald  |  Hochwald  |  Moseltal  |  Rheintal  |  Landkreise  |  Home

Landkreis Rhein-Hunsrück (Simmern): Kultur und Wirtschaft

Oberwesel

Weltkulturerbe Mittelrheintal

Das 65 km lange obere Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz ist in seiner Einzigartigkeit von besonderem Rang und wurde deshalb am 27. Juni 2002 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Dies als weltweit herausragendes Beispiel für eine Kulturlandschaft, die in der Vergangenheit manchmal Grenze zwischen den Kulturen war, umgekehrt aber auch die verschiedenen Kulturen miteinander verbunden hat. Einer Kulturlandschaft, die eng verknüpft ist mit der Entwicklung des Abendlandes, wo man wichtigen Zeugnissen der Kunst, des Städtebaus, der Geschichte sowie der engen Interaktion zwischen Mensch und Natur auf Schritt und Tritt begegnet. Einer Kulturlandschaft, deren bewegte Geschichte das geistige, künstlerische und literarische Leben Europas widerspiegelt wie wohl keine andere europäische Kulturlandschaft. Die Entscheidung der UNESCO wurde deshalb von der Bevölkerung mit viel Begeisterung aufgenommen und in einem großen Volksfest entlang des Rheines gefeiert.

Flughafen Frankfurt-Hahn

Der einzige internationale Verkehrsflughafen in Rheinland-Pfalz befindet sich im Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Flughafen Hahn, wegen seiner engen Verknüpfung zum Frankfurter Großflughafen offiziell Flughafen Frankfurt-Hahn genannt, ist aus einem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt der USA entstanden, der im Jahre 1993 aufgelöst wurde. Das Ergebnis des landesweit größten Konversionsprojektes kann sich sehen lassen: im Frachtbereich ist der Flughafen an die vierte Stelle in der Bundesrepublik Deutschland gerückt, und auch im Passagierflugbereich weist der Flughafen stetig steigende Zahlen auf. So wurden im Jahr 2002 bereits rund 1.5 Millionen Passagiere gezählt. Durch die Entscheidung der irischen Fluggesellschaft Ryanair, eine weitere Niederlassung in Europa in Hahn zu stationieren und der damit verbundenen Installierung neuer Destinationen wird mit einem Anstieg auf mehrere Millionen Passagiere pro Jahr gerechnet. Der Flughafen fungiert für die Region Rhein-Hunsrück somit als Motor des wirtschaftlichen Lebens und des Arbeitsmarktes. Über 2'200 neue Arbeitsplätze konnten bisher durch den Flughafen Frankfurt-Hahn geschaffen werden.

Mittelständische Unternehmen

Das wirtschaftliche Rückgrat der Region an Rhein und in den Hunsrückhöhen stellt ein solider Mittelstand mit mehreren tausend Betrieben dar, während Großbetriebe weitgehend fehlen. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber ist das Handwerk. Allein über 1'100 Handwerksbetriebe bieten knapp 8'000 Beschäftigten im Rhein-Hunsrück-Kreis Arbeit. Günstige Baulandpreise in zunehmend verkehrsgünstigeren Lagen des Hunsrücks —gut erschlossen durch die Autobahn A61 sowie die kürzlich ausgebauten Bundesstraßen B50 und B327— bieten ein attraktives Umfeld für Gewerbeansiedlungen der unterschiedlichsten Art. Dazu kommen eine große Zahl leistungswilliger, ehrgeiziger und hochqualifizierter Arbeitskräfte, die in der Region zur Verfügung stehen. Wesentlich auch die Perspektive, die der Flughafen Frankfurt-Hahn für Wirtschaft und Tourismus im Hunsrück bietet.

Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe

Die Strukturen in der Landwirtschaft im Rhein-Hunsrück-Kreis haben sich in den vergangenen 3 Jahrzehnten sehr verändert. Insbesondere der Rückgang der landwirtschaftlichen Betriebe ist gravierend: wurden im Jahr 1971 noch insgesamt 5'039 landwirtschaftliche Betriebe gezählt, so waren es im Jahr 2001 nur noch 1'322 Neben- und Haupterwerbsbetriebe. Gleichzeitig veränderte sich die "Form" der Landwirtschaft. Der Anteil der Betriebe im Haupterwerb fiel von 42.1% auf 18.9%. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche hat sich dagegen nur geringfügig verkleinert, d.h. die heutigen Betriebe sind sehr viel größer als noch vor wenigen Jahrzehnten. Während früher in den Dörfern fast jede Familie Landwirtschaft betrieb, gibt es heute schon einige Dörfer ohne Landwirte. Der Rückgang der Landwirtschaft spiegelt sich auch in der Tierhaltung wider. So ging die Gesamtzahl der Rinder in den Jahren zwischen 1970 und 2001 von 58'000 auf 21'000 zurück, d.h. eine Reduktion auf fast einen Drittel. Kleinbetriebe mit wenigen Rindern sind eine Seltenheit geworden. Auch am Weinbau ist die strukturelle Veränderung nicht spurlos vorbeigegangen: Wurden im Mittelrheintal des Rhein-Hunsrück-Kreises im Jahre 1971 noch 256 ha Rebfläche bebaut, so waren es im Jahre 2002 nur noch 148 ha.

[ Kritik und Anregungen bitte an Webmaster ] Axel.Stassen@maasberg-therme.de
[ Zurück zur Startseite ]
English  |  Impressum