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Burgen und Schlösser

Ungezählte Burgen und Schlösser finden sich im Nahetal. Alle sind einen Besuch wert und laden zum Verweilen ein, denn sie wurden an den landschaftlich schönsten Plätzen errichtet. Auf vier von ihnen soll hier kurz eingegangen werden. Da ist einmal die Kauzenburg, eines der Wahrzeichen von Bad Kreuznach. Zwar verbot im Jahre 1206 der staufische König Philip den Sponheimer Grafen einen Neubau ihrer Burg, aber Graf Gottfried, der damalige "Chef" des Hauses Sponheim ließ sich von solch einem Verbot nicht beeindrucken. So entstand in 24-jähriger Bauzeit zwischen 1206 und 1230 die Kauzenburg über dem Ellerbachtal und wurde gar Stammsitz des mächtigen Sponheimer Geschlechts. Nach einer überaus wechselvollen Geschichte mit beständigen Verwicklungen in kriegerische Auseinandersetzungen kam das Ende im Jahre 1688, als französische Truppen die Burg eroberten und anschließend in die Luft sprengten. Im 19. Jahrhundert fand die Kauzenburg mit ihren Ruinen zunächst als Gutshof und später als Weinstube Verwendung, bis schließlich im Jahre 1965 ein Wiederaufbau erfolgte. Heute ist in den Räumen der Kauzenburg ein Restaurant untergebracht, wobei die ausgedehnten Keller im gewachsenen Fels mit ihren Tonnen- und Kreuzgewölben wieder als Weinkeller genutzt werden.

Die Ebernburg bei Bad Münster am Stein liegt an einem ausnehmend schönen Punkt der Nahelandschaft, wo die Alsenz in die Nahe mündet. Im Jahre 1209 erstmals urkundlich erwähnt, wurde die Ebernburg unter Reichsritter Franz von Sickingen als "Herberge der Gerechtigkeit" weit über das Nahetal hinaus bekannt, als er in den Jahren 1520-1523 vielen Anhängern Luthers Zuflucht gewährte. Auch die Ebernburg wurde Ende des 17. Jahrhunderts von französischen Truppen erobert und gesprengt. Der Wiederaufbau begann im 19. Jahrhundert und wurde erst 1977 abgeschlossen. Heute ist die Ebernburg eine touristische Attraktion ersten Ranges, den von hier aus hat man eine herrliche Aussicht hinüber zur Ruine der Alten Baumburg, zum Rheingrafenstein, zum Rotenfelsen und ins Nahetal hinein. Weiter naheaufwärts, hoch über dem Tal des Simmerbaches, thront die Ruine von Schloss Dhaun. Schloss Dhaun entstand um 1200 als eine sehr wehrhafte Burg der Wildgrafen, wurde um 1500 erneuert und ab 1729 großzügig umgestaltet und nach französischem Vorbild zu einem ausgedehnten Lustschloss mit weitläufigen Gartenanlagen umgewandelt. Schließlich, auf halbem Weg zwischen Bad Sobernheim und Idar Oberstein, liegt die Stadt Kirn mit der Ruine der Burg Kyrburg als Wahrzeichen. Die erste Kyrburg (1128 erstmals urkundlich erwähnt) wurde im 10. Jahrhundert durch die Grafen im Nahegau, den Emichonen, errichtet. Anfang des 13. Jahrhunderts machten die Wildgrafen —als Erben der Emichonen— die Kyrburg dann zu ihrer Hauptburg. Später folgten als Besitzer die Wild- und Rauhgrafen sowie die Fürsten von Salm-Kyrburg. Nach mehrmaliger französischer Besetzung wurde die Kyrburg schließlich im Jahre 1734 auf Anordnung eines Generals der Besatzungsmacht zerstört. Noch heute stehen ansehnliche Reste der Festungsmauern.

Liste der Burgen und Schlösser im Nahetal.

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